In den letzten 25 Jahren ist ein deutlicher Rückgang der Zahl der Betriebe im Bereich unter einem Hektar zu verzeichnen. Die durchschnittlichen Betriebsgrößen haben deutlich zugenommen, wofür wiederum die Betriebe mit einer Größe von mehr als 5 ha verantwortlich sind.
Nebenerwerbsbetriebe liefern noch immer häufig an eine der niederösterreichischen Winzergenossenschaften, die Konsumenten bis auf wenige Ausnahmen oft nicht bekannt sind. Aus den Vollerwerbsbetrieben sind zahlreiche auch mengenmäßig leistungsfähige Betriebe entstanden, die sich mit ihrem Namen an der Spitze etablieren konnten. Weine aus Niederösterreich finden sich mittlerweile auf den Weinkarten von Top-Restaurants in aller Welt.
Die meisten der im Weingarten anfallenden Arbeiten werden mit den Händen versehen und erfordern ein sensibles Gespür für die Natur. Manche Rieden, z. B. in der Wachau oder im Kremstal, können gar nicht maschinell bearbeitet werden, weil sie entweder zu steil sind oder Traktoren auf den schmalen Steinterrassen nicht fahren können. Die Trauben werden vornehmlich noch mit der Hand geerntet, was eine optimale Selektion erlaubt. Der im internationalen Vergleich extrem geringe Ertrag pro Hektar gewährleistet dabei eine hohe Durchschnittsqualität.