• Wachau

Wein in Niederösterreich

Wie eine Lebensader durchzieht die Donau Österreichs größtes Weinbau-Bundesland. Aus zahlreichen Rebsorten wird hier eine Vielzahl von Weinen gekeltert: von spritzigen bis zu monumentalen Weißweinen, von eleganten Rotweinen bis hin zu Sekt und exquisiten Süßweinen.  Das Gebiet umfasst acht spezifische Weinbaugebiete, deren Namen für gebietstypische Weinstile stehen.

  • 26.968

    Hektar

  • ~ 1,6 Mio. hl

    Jahresdurchschnitts­ernte

Carnuntum

Lage

Das generische Weinbaugebiet Niederösterreich umgibt nicht nur Wien, sondern grenzt innerhalb Österreichs auch an Oberösterreich, die nordöstliche Steiermark und das Burgenland, seine internationalen Nachbarn sind Tschechien im Norden und die Slowakei und Ungarn im Osten. Von Westen nach Osten strömt die Donau äußerst malerisch durch die Landschaft und ist für die angrenzenden Weinbaugebiete ein maßgeblicher Klimafaktor.

Entsprechend der verschiedenen geografischen Gegebenheiten und der beachtlichen Weinbaufläche Niederösterreichs, die etwa 60% der Weinbaufläche von Österreich ausmacht, ist die Vielfalt von Weinstilen aus mehr als 30 Rebsorten groß.

Weinbaugebiete

Acht spezifische Weinbaugebiete liegen in Niederösterreich, alle davon sind bereits DAC-Weinbaugebiete, in denen klare Regeln festlegen, welche herkunftstypischen Weine unter dem Namen des Gebiets vermarktet werden dürfen. Diese Regeln betreffen die Stilistik der Weine samt Geschmacksprofil (Ausbau, Alkohol- und Restzuckergehalt, Botrytisnote) und deren frühestmögliche Einreichung zur Prüfnummer ebenso, wie die zugelassenen Rebsorten, die ihre Herkunft besonders gut widerzuspiegeln vermögen.

Liest der Konsument die Bezeichnung „DAC“ oder „Districtus Austriae Controllatus“ hinter dem Namen des Gebietes auf dem Etikett, kann er sicher sein, dass die Flasche einen gebietstypischen Wein enthält. Weine aus den DAC– Gebieten, die nicht diesen Regeln entsprechen, werden unter der Bezeichnung „Niederösterreich“ vermarktet.

Betriebe

In den letzten 25 Jahren ist ein deutlicher Rückgang der Zahl der Betriebe im Bereich unter einem Hektar zu verzeichnen. Die durchschnittlichen Betriebsgrößen haben deutlich zugenommen, wofür wiederum die Betriebe mit einer Größe von mehr als 5 ha verantwortlich sind.

Nebenerwerbsbetriebe liefern noch immer häufig an eine der niederösterreichischen Winzergenossenschaften, die Konsumenten bis auf wenige Ausnahmen oft nicht bekannt sind. Aus den Vollerwerbsbetrieben sind zahlreiche auch mengenmäßig leistungsfähige Betriebe entstanden, die sich mit ihrem Namen an der Spitze etablieren konnten. Weine aus Niederösterreich finden sich mittlerweile auf den Weinkarten von Top-Restaurants in aller Welt.

Die meisten der im Weingarten anfallenden Arbeiten werden mit den Händen versehen und erfordern ein sensibles Gespür für die Natur. Manche Rieden, z. B. in der Wachau oder im Kremstal, können gar nicht maschinell bearbeitet werden, weil sie entweder zu steil sind oder Traktoren auf den schmalen Steinterrassen nicht fahren können. Die Trauben werden vornehmlich noch mit der Hand geerntet, was eine optimale Selektion erlaubt. Der im internationalen Vergleich extrem geringe Ertrag pro Hektar gewährleistet dabei eine hohe Durchschnittsqualität.

Rebsortenverteilung

  • 77,2%

    Weißwein

  • 21,1 %

    Rotwein

Grüner Veltliner49,1%
Riesling6,8%
Welschriesling4,1%
Chardonnay2,9%
Weißer Burgunder2,6%
Muskateller2,7%
Sonstige10,8%
  • 21,1%

    Rotwein

Zweigelt12,8%
Blauer Portugieser1,7%
Blauburger1,1%
St. Laurent1,1%
Blauer Burgunder1,1%
Sonstige3,04%

Abb: Rebsorten nach Farbe

Mehr über den Wein

In welchen Klimaräumen liegt Niederösterreich? Was sind die wichtigsten Rebsorte in Niederösterreich? Was zeichnet die Weinjahrgänge der letzten Jahre aus? Das uns noch mehr über Wein in Niederösterreich erfahren Sie hier.