• Kremstal

Kremstal

Die Rebflächen des Kremstals verteilen sich auf drei Gebiete: Die historische Stadt Krems und das felsige Kremstal selbst, die östlich gelegenen mächtigen Lössdecken und die kleinen Weinorte rund um das monumentale Stift Göttweig. Gemeinsam bilden sie die DAC-Appellation für würzige Grüne Veltliner und elegante, mineralische Rieslinge.

  • 2.242

    Hektar

  • ~ 134.200 hl

    Jahresdurchschnitts­ernte

Kremstal

Weinkultur & Terroir

Von der Tradition des Weinbaus in und um Krems zeugen zahlreiche historische Gebäude, eine innovative Genossenschaft und eine moderne Weinbauschule lassen auf die Bedeutung von Wein in der Gegenwart schließen. Das Stadtgebiet und das nördliche Kremstal sind geologisch durch das vorherrschende verwitterte, kristalline Gestein geprägt. Es entstehen saftige, finessenreiche Weine der beiden gebietstypischen Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling.

Rebsorten

Östlich der Stadt Krems gedeiht auf mächtigen Lössterrassen ein besonders vollmundiger Typ des Grünen Veltliners. Im südlichen Kremstal rund um das im Jahr 1072 gegründete Stift Göttweig prägen hingegen harte Granulitböden mit nur dünner Lössauflage den Charakter der Weine.

Wie im benachbarten Kamptal und in der Wachau entsteht auch hier durch das Zusammenspiel der kühlen, feuchten Einflüsse aus dem Waldviertel und der warmen, östlich-pannonischen Witterung ein spannungsreiches Klima. Es bringt saftige, vielschichtige und ausdrucksstarke Weine hervor.

Neben Grünem Veltliner und Riesling prägen auch Weißburgunder, Gelber Muskateller sowie elegante Rotweine, allen voran der Zweigelt, das Profil des Kremstals. Sie tragen die Herkunftsbezeichnung „Niederösterreich“ auf dem Etikett.

Kremstal DAC

Ein Kremstal DAC ist stets entweder ein trockener Grüner Veltliner oder Riesling. Unterschieden wird zwischen Gebietsweinen, Gebietsweinen mit Ortsangabe und Gebietsweinen mit Ortsangabe und Riedenbezeichnung, die je nach der engeren Herkunft neben ihrer fruchtigen Frische auch Würze und Bodentypizität am Gaumen zeigen.

Ein Kremstal DAC Reserve weist eine kräftigere Stilistik auf und darf auch einen leichten Holzton zeigen. Kosten kann man die Kremstaler Weine in gemütlicher Atmosphäre bei den vielen, traditionellen Heurigen, die den urtümlichen Charakter dieses Weinbaugebiets bewahren.

Geschmackprofil
Kremstal DAC , Kremstal DAC mit Ortsangabe, Kremstal DAC mit Ortsangabe und Riedenbezeichnung keine Botrytisdominanz, ausgewogen und in der Dichte der Typizität des angegebenen Jahrgangs entsprechend.
Kremstal DAC Reservekräftige Stilistik, ausgeprägter Gebietscharakter, dicht und lang im Abgang; ein zarter Botrytis- und Holzton ist zulässig.
Rebsorten
RebsortenGrüner Veltliner, Riesling
Stufen
Kremstal DAC, Kremstal DAC mit Ortsangabe, Kremstal DAC mit Ortsangabe und RiedenbezeichnungEinreichung zur Prüfnummer ab 1. Jänner des auf die Ernte folgenden Jahres
Kremstal DAC ReserveEinreichung zur Prüfnummer ab 1. Juli des auf die Ernte folgenden Jahres
Alkohol
Kremstal DACmind. 12,0 % vol.
Kremstal DAC mit Ortsangabemind. 12,0 % vol.
Kremstal DAC mit Ortsangabe und Riedenbezeichnungmind. 12,5 % vol.
Kremstal DAC Reservemind. 13,0 % vol.
Restzucker
Restzuckertrocken
Herkünfte Ortswein (ortsübergreifende Gemeinden)
OrteKrems, Stein, Rohrendorf, Gedersdorf, Stratzing, Senftenberg, Furth, Höbenbach, Krustetten
Etikettierung
EtikettierungHerkunftsbezeichnung (ggf. inkl. „Reserve“) ist auf dem Vorderetikett (sofern kein Rückenetikett vorhanden) anzuführen. Die Angabe des Erntejahres ist verpflichtend.

Weitere Details finden sich in der Kremstal DAC Verordnung (RIS) und auf der offiziellen Webseite Kremstal.

Weitere Informationen